Jerichower Land

"Großer Stern 2010"

Einsastkräfte beim ZeltaufbauDer Tag ist noch nicht erwacht, als die ersten Mitarbeiter des Betreuungzuges, am 16.Oktober 2010 gegen 5:15 Uhr in der Dienststelle eintreffen, um die Verpflegung von knapp 400 Einsatzkräften von Feuerwehr, Sanitätseinheiten und dem Stab des Katastrophenschutz sicher zustellen.
"Großer Stern 2010" ist der Name der Katastrophenschutzübung und wurde in Anlehnung an eine Kreuzung in Möckern gewählt, dessen Wege wie Strahlen eines Sterns in alle Richtungen  laufen.

Bei strömendem Regen und kalter Witterung wurde die Zusammenarbeit von Kräften verschiedener Fachrichtungen wie Feuerwehr, Sanitätsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei beübt. Dem Stab des oblag hier die Führung und Koordination aller Fachrichtung, denn auch dies muss geübt werden.

Insgesamt aktivierte der Regionalverband 85 Einsatzkräfte des Katastrophenschutz Bereich Jerichower Land, um die sanitätsdienstliche Versorgung und die Betreuung der von einer Katastrophe betroffenen Personen leisten zu können. Ein Novum dieser Übung war die räumliche Verteilung und Splittung des Einsatzgebietes. Insgesamt drei Einsatzabschnitte waren durch die Kräfte des Regionalverbandes abzusichern.

Auch wenn das reale Wetter eine völlig andere Situation lieferte, als die durch die Übung anvisierte, Wetter lässt sich eben nicht planen, wurde im Übungsverlauf die Evakuierung von Personen in einer durch Waldbrand bedrohten Ortschaft als erste Handlung durchgeführt. Hier kamen die Kräfte des Betreuungszuges und ein Teil der Sanitätskräfte zum Einsatz. Nur kurze Zeit später, noch während dieser erste Einsatzbschnitt in Lüttgenziatz nahe Möckern aktiv war, wurde die Sanitätseinsatzgruppe mit ihrem  Behandlungsplatz 25* alarmiert, um im 25 km entfernten Altengrabow die Versorgung von 18 verletzten Personen durchzuführen.
Es ist das erste Mal, dass die Katastrophenschutzeinheiten die erst 2009 umstrukturiert wurden in dieser Größenordnung eingesetzt wurden. Eine Belastungsprobe und ein Test der Funktionsfähigkeit. In einer ersten Auswertung der Übung, konnte festgestellt werden, dass die neuen Strukturen durchaus effizient und funktionsfähig sind.

Ein großes Dankeschön deshalb an die ehrenamtlichen Helfer der Suchtkrankenhilfe Möckern, an die ehrenamtlichen Helfer aus den Kindertagesstätten, Hort und der Geschäftsstelle des Regionalverbandes.
Danke an die Kinder des Jugendrotkreuz Gommern für ihre Hilfe und an die Mitarbeiter des Rettungsdienst die in ehrenamtlicher Tätigkeit den Sanitätsdienst des Katastrophenschutz besetzen um Hilfe in Not leisten zu können.
Und ein großes Lob an die Verpflegungsgruppe des Betreuungszuges.
All diese ehrenamtlichen Helfer sind es, die mit ihrem persönlichen Engagement die geforderten und erbrachten Leistungen erst möglich machen.


*BHP 25 - Behandlungsplatz mit drei Zelten, der zur Behandlung von 25 verletzten Personen ausgelegt ist